Fackeln aus!

„Wo ihr auftretet, werden wir euch im Wege stehen!“

Aufruf des Bündnis Pforzheim Nazifrei

Aufruf des Bündnis Pforzheim Nazifrei

Auch in diesem Jahr wird es wieder eine städtische Kundgebung gegen die Fackelmahnwache des Nazis geben. Dazu ruft das Bündnis Pforzheim Nazifrei unter Federführung des OB Gert Hager auf.
Wir als Inititative gegen Rechts arbeiten in diesem Bündnis Pforzheim Nazifrei mit. Wir haben uns entschlossen, den Aufruf mit zu unterschreiben – weil wir es wichtig finden, dass eine Stadt geschlossen gegen Nazis aufsteht.

Wir sind aber weiterhin der Überzeugung, dass mit der Kundgebung vor dem Rathaus allein die Nazis nicht wegzukriegen sind – und das ist unser erklärtes Ziel. Deshalb führen wir auch in diesem Jahr eine Demonstration durch, die vom Hauptbahnhof auf den Wartberg führen soll. Desweiteren begrüßen wir ausdrücklich Aktionen des Zivilen Ungehorsams, wenn Bügerinnen und Bürger versuchen, sich den Nazis direkt in den Weg zu stellen.
Wir sehen uns damit nicht im Gegensatz zum Bündnis Pforzheim Nazifrei, denn unser gemeinsamer Gegner an diesem Tag sind die Nazis!

Im folgenden der Aufruf des Bündnis Pforzheim Nazifrei:

Fackeln aus! – Pforzheim setzt Zeichen
Gegen den Aufmarsch Rechtsextremer am 23. Februar | Bündnis Pforzheim Nazifrei

Wir erklären nachdrücklich, dass die für den 23.02.2013 geplante „Mahnwache“ des Freundeskreises „Ein Herz für Deutschland“ sowie ggf. weitere rechtsextreme Veranstaltungen, Informationsstände o.ä. unvereinbar mit Sinngehalt und Symbolkraft des Pforzheimer Gedenktages sind und seine Würde verletzen. Wir lehnen jedwede Art rechtsextremer Versammlungen in Pforzheim ab. Die Stadt Pforzheim ist weltoffen und tolerant. Sie verurteilt mit aller Entschiedenheit rechtsextremes Gedankengut, das insbesondere durch
Militarismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Intoleranz und die Verfälschung historischer Wahrheiten geprägt ist. Sie ist dem freiheitlichen, demokratischen Rechtsstaat unseres Grundgesetzes verpflichtet, der auch die Grundrechte der Meinungs- und Versammlungsfreiheit gewährleistet.

Die Stadt Pforzheim unterstützt deshalb ausdrücklich alle Aktionen, die unsere Ablehnung rechtsextremer Versammlungen zum Ausdruck bringen, so weit diese friedlich und im Rahmen des geltenden Rechts durchgeführt werden. Wir stellen uns aktiv im Bündnis mit den Kirchen, den demokratischen Parteien und vielen wichtigen gesellschaftlichen Gruppen unserer Stadt gegen die so genannte „Mahnwache“.

Im Rahmen einer gemeinsamen Kundgebung am 23.02.2013 auf dem Pforzheimer Marktplatz bringen wir unsere Ablehnung mit aller Entschlossenheit zum Ausdruck.

Alle Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, hierbei mitzuwirken, an der Kundgebung teilzunehmen und ihren friedlichen Protest gegen den Rechtsextremismus deutlich zu machen. Wir lehnen jedoch jegliche Art von politisch motivierter Gewalt ab, die den Pforzheimer Gedenktag missbraucht.

Erstunterzeichner:
Oberbürgermeister Gert Hager | Erster Bürgermeister Roger Heidt | Bürgermeister Alexander Uhlig | Bürgermeisterin Monika Müller | Katja Mast MdB | Memet Kilic MdB | Dorothea Luppold für die SPD-Gemeinderatsfraktion | Michael Schwarz für die FW/UB/LBBH-Gemeinderatsfraktion | Sybille Schüssler für die Grüne-Liste-Gemeinderatsfraktion | Christof Weisenbacher für WiP | Claus Spohn für Die Linke | Dekan Bernhard Ihle, katholische Kirche in Pforzheim | Dekanin Christiane Quincke für die evangelische Kirche Pforzheim | Rami Suliman für die Jüdische Gemeinde Pforzheim | Rüdiger Jungkind für die Initiative gegen Rechts | Susanne Nittel für den DGB | Bürgermedaillenträgerin Christa Mann und Hans Mann.

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